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Heyde-Boss nimmt nach enttäuschenden Zahlen seinen Hut

12.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Heyde-Gruppe hat nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2001 ihren Verlust vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) mehr als verdoppelt. Das operative Minus kletterte von 24,2 Millionen Euro im Vorjahr auf knapp 50 Millionen Euro. Der Umsatz des auf Software für Handel und Industrie sowie für Banken und Versicherungen spezialisierten Anbieters stieg von 115 Millionen Euro auf 120 Millionen Euro.

Im vierten Quartal gelang es dem Bad Nauheimer Unternehmen, den Ebitda-Verlust gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 7,5 Millionen auf 6,5 Millionen Euro zu senken. Gleichzeitig fiel der Umsatz von 29,4 Millionen auf rund 25 Millionen Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Heyde nun aufgrund des schwachen konjunkturellen Umfelds einen Umsatzrückgang um 15 bis 20 Prozent auf weniger als 100 Millionen Euro. In Zukunft planen die Bad Nauheimer, sich noch stärker auf ihre Kerngeschäftsfelder zu konzentrieren und massiv Kosten zu sparen. Details sollen auf der Bilanzpressekonferenz am 19. März mitgeteilt werden.

Nachdem die rund 20 Millionen Euro teuren Restrukturierungsmaßnahmen im vergangenen Jahr offensichtlich nicht die erwünschten Erfolge brachten, hat der erst seit einem Jahr amtierende Vorstandsvorsitzende Dirk Wittenborg seinen Rücktritt angekündigt. Neuer Heyde-Chef wird der bisherige Finanzvorstand Axel Buchholz. (mb)