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Heyde bleibt unter Plan, Vorstand tritt zurück, Aktie fällt

26.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Heyde AG ist im Geschäftsjahr 2000 deutlich hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben. Nach vorläufigen Zahlen konnte der auf Software für Handel und Industrie sowie für Banken und Versicherungen spezialisierte Anbieter seinen Umsatz gegenüber 1999 zwar um 85 Prozent auf 341 Millionen Mark steigern, blieb jedoch um 19 Millionen Mark unter Plan. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) entsprach mit knapp drei Millionen Mark bei weitem nicht den Erwartungen: 23 Millionen Markt sollten ursprünglich erwirtschaftet werden. Das in Bad Nauheim ansässige Unternehmen machte für die enttäuschenden Zahlen vor allem die "negative Marktdynamik im vierten Quartal" verantwortlich.

Firmengründer Dieter Heyde hat angesichts des schwachen Ergebnisses sein Amt als Vorstandsvorsitzender niedergelegt. Als Nachfolger wurde das Vorstandsmitglied Dirk Wittenborg berufen, sein Stellverstreter ist ab sofort Bertram Salzinger. Zudem soll ein umfassendes Restrukturierungsprogramm die Company wieder auf Kurs bringen. Aufgrund der zu erwartenden Kosten für die Neuausrichtung rechnet Heyde im Fiskaljahr 2001 mit einem Umsatzplus von nur 15 Prozent auf 400 Millionen Mark sowie einem operativen Ergebnis von zehn Millionen Mark.

Die Anleger reagierten enttäuscht: Das Heyde-Papier sank am heutigen Montagmorgen um 39,7 Prozent auf 3,44 Euro.