Patentantrag

"Hey, Siri": Assistent reagiert künftig nur auf Inhaber

14.04.2017
Von Simon Lohmann
„Hey Siri“ – mit diesem einfachen Satz kann man sein iOS-Gerät aufwecken und dem intelligenten Sprachassistenten mit so manche Aufgabe beschäftigen. Zukünftig soll dies aber auch anders möglich sein und somit für mehr Sicherheit sorgen.

Laut Patently Apple soll ein neues Patent von Apple darüber Aufschluss geben, wie der intelligente Sprachassistent Siri in Zukunft für mehr Sicherheit sorgen kann. Heute nutzen wir noch Passwörter oder Touch ID, aber in der Zukunft könnten wir entsprechende Angelegenheiten auch über Gesichts- oder Stimmerkennung regeln.

Technisch gesehen handelt es sich dabei um Stimmen-Biometrie – ein Feature, welches bei Siri derzeit noch nicht zu finden ist. Anmerkung: Die menschliche Stimme ist genau so individuell wie Fingerabdrücke und gehört somit zu den mehreren biometrischen Parameters eines Menschen. Ein anderes Beispiel wäre die Regenbogenhaut im Auge oder vielmehr die Verwebung der Muskelfaser in ihr.

So könnte Siri in der Zukunft aussehen.
So könnte Siri in der Zukunft aussehen.
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Digitale intelligente Assistenten ermöglichen dem Anwender eine nützliche Bedienung zwischen Mensch und elektronischem Gerät. Wir können ganz einfach mit unseren Computern, Smartphones oder Tablets sprechen und schreiben, die daraufhin unsere Befehle ausführen.

Bis jetzt ist die Spracherkennung nicht an einen bestimmten Nutzer gekoppelt, die Assistenten reagieren auf die Sprache an sich, nicht aber ausschließlich auf einen bestimmten Menschen. Im Prinzip kann somit jeder mit dem Sprachassistenten eines fremden Geräts interagieren, was bei manchen Anwendungen lieber nicht der Fall sein sollte.

Siri erkennt individuelle Stimmen

Apples neueste Innovation beinhaltet eine Methode, mit der man Siri trainieren kann, nur auf die eigene Stimme zu hören. Darüber hinaus soll Siri in der Zukunft auch auf unterschiedliche Phrasen reagieren können. Anstatt „Hey Siri“ könnte der Hamburger Apples Sprachassistenten auch mit „Moin, Siri“ aufwecken, der Münchner vielleicht mit „Servus, Siri“.

Um Siri in der Zukunft nutzen zu können, muss der Anwender also vielleicht zunächst ein Passwort eingeben, mit Hilfe des Fingerabdrucks Siri entsperren oder mittels Stimmen-Biometrie erkannt werden. (Macwelt)