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Hewlett-Packard eröffnet Entwicklungszentrum in China

14.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard (HP) wird noch in diesem Jahr ein Entwicklungszentrum in China eröffnen. Bislang unterhält der Computerkonzern bereits sechs so genannte HP Labs im kalifornischen Palo Alto, in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts, im englischen Bristol, in der israelischen Hafenstadt Haifa, in Tokio und im indischen Bangalore. In den sechs HP Labs arbeiten weltweit etwa 600 Mitarbeiter.

Das chinesische Entwicklungslabor wird sich auf Themen wie etwa Computersicherheit konzentrieren, schrieb der Nachrichtendienst Cnet. Details zur chinesischen Forschungsstätte wie Größe des Unternehmens, Zahl der Mitarbeiter, Ort der Ansiedlung etc. wird HP später bekannt geben.

Hewlett-Packard unterhält darüber hinaus bereits Niederlassungen in Peking, Shanghai, in Shenzhen in der südöstlichen Provinz Guangdong und in der östlichen Provinz Jiangsu am Gelben Meer im Mündungsbereich des Flusses Jangtsekiang.

Das Palo-Alto-Lab fokussiert sich auf die Entwicklung von Mikroprozessoren, in Haifa sitzen Spezialisten für die Sparte Imaging and Printing. In Bangalore arbeiten die Forscher momentan an tragbaren Fotodruckern und an der Entwicklung von Solarzellen für die Stromversorgung an Orten, wo es keine Elektrizität gibt. Im asiatisch-pazifischen Raum (China, Singapur, Indien, Japan) konzentrieren sich die HP-Ingenieure auf die Entwicklung von Netzwerkprodukten und Software, mobile Lösungen und Breitformatdrucker.

Neben dem neuen HP Lab will das US-Unternehmen auch etwa 1000 Verkaufsstätten in rund 100 größeren chinesischen Städten etablieren. Damit will man besser mit dem Direktvertreiber Dell und dem Lokalmatador Lenovo konkurrieren können. Außerdem hatte HP im Jahr 2004 ein Entwicklungsprojekt in Peking angekündigt, mit dem das Linux-Geschäft im Reich der Mitte aufgebaut werden soll. Hierfür investiert der Hersteller rund 23 Millionen Dollar. (jm)