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Hersteller zeigen Networld+Interop die kalte Schulter

09.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die heute in Atlanta beginnende Fachmesse Networld+Interop des Veranstalters Key3Media steht unter keinem guten Stern. Angesichts des in dieser Woche stattfindenden Jahrestags des Attentats auf das Word Trade Center und Pentagon sowie der Krise in der Networking-Branche bleiben viele Unternehmen der Veranstaltung fern. So verzichtet zum Beispiel Branchenprimus Cisco auf eine Teilnahme. Andere namhafte Verweigerer sind Nortel Networks und Lucent Technologies. Insgesamt stellen in Atlanta nur rund 200 Hersteller aus.

Trotz der Flaute rechnen die Organisatoren mit 20.000 bis 30.000 Besuchern, vor allem aus dem regionalen Einzugsbereich. Im vergangenen Jahr waren es rund 20.000, allerdings wurde der Teilnehmerstrom damals durch den Terroranschlag und das landesweit verhängte Flugverbot gebremst. Die Networld+Interop hatte im letzten Jahr am 11. September ihre Pforten geöffnet, genau dem Tag des Anschlags.

Highlights des diesjährigen Events sind nach Meinung der Veranstalter die Themen Sicherheit und Wireless Networking. Allerdings stehen laut Ansage der Firmen keine großen Ankündigungen ins Haus. SpectraLink wird zusammen mit Boulder Version 3.0 des Sicherheits- und Management-Systems für Wireless LANs „ReefEdge Connect“ vorstellen. Außerdem will der Anbieter Proxim ein Kit für 249 Dollar Kaufpreis präsentieren, mit dessen Hilfe Wireless LANs, die auf dem 11Mbit/s schnellen Standard 802.11b basieren, künftig auch den Standard 802.11a unterstützen. Dieser hat eine Transferrate von 54 Mbit/s. (pg)