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Hersteller starten WLAN-Roaming-Projekte

05.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mehrere IT-Hersteller arbeiten an Projekten, die es WLAN-Anwendern (Wireless LAN) ermöglichen sollen, unterschiedliche Netze in verschiedenen Ländern zu nutzen. Analysten zufolge könnten Anbieter vor allem mit dem so genannten "Seamless Roaming" neue Kunden locken. Die Technologie erlaubt es, zwischen verschiedenen WLANs oder zwischen drahtlosem und Handy-Netz zu wechseln, ohne die Verbindung zu verlieren.

Intel startet ein entsprechendes Projekt gemeinsam mit der zuständigen Behörde in Singapur, Infocomm Development Authority (IDA). Investiert werden sollen 2,25 Millionen Dollar, um unter anderem gemeinsam mit verschiedenen Netzbetreibern in Asien ein einheitliches Billing- und Authentifizierungssystem zu schaffen. Dadurch sollen sich Anwender in alle verfügbaren Netze einwählen können. Für anfallende Gebühren wird eine zentrale Rechnung gestellt, ähnlich wie bei der Nutzung von Telefon-Vorwahlnummern.

Der WLAN-Dienstleister Cometa will in den USA innerhalb der nächsten zwei Jahre 20.000 öffentlich zugängliche Hot Spots bereitstellen. Sie werden gemeinsam mit dem weltweit tätigen Netzdienstleister iPass vermarktet, der den Zugang zum Cometa-Netz im Rahmen seines Roaming-Dienstes anbietet. iPass verspricht seinen Kunden eine unkomplizierte Nutzung. Es müsse lediglich ein Update der iPass-Client Software eingespielt werden.

Toshiba will bis Ende des Jahres 10.000 Hot Spots in Nordamerika bereitstellen, für die Accenture Dienstleistungen und die Rechnungsstellung übernehmen soll. Die Unternehmen adressieren die Netze vor allem an Betreiber in Hotels, Kaffeehäusern und Restaurants. Die Gastwirte und Hoteliers sollen die Gebühren selbst bestimmen können, die mit dem Betreiber und den Anbietern der Infrastruktur geteilt werden. Toshiba geht von Preisen zwischen sieben und acht Dollar pro Nutzer und Tag aus. (lex)