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Hersteller machen Mäuse

03.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Verschiedene Hersteller haben auf der Computermesse Computex in Taipeh eine Reihe neuer Maus-Modelle vorgestellt. Im Blickpunkt standen dabei vor allem neue Präzisions-Mäuse, die mit Hilfe verbesserter optischer Verfahren beziehungsweise Laser-Technik mit fast allen Untergründen zurechtkommen. Außerdem sollen die Zeigegeräte der jüngsten Generation wesentlich robuster sein als ältere Modelle. Hersteller versprechen für den Lebenszyklus einer Maus der Zukunft eine durchschnittliche Klick-Zahl von drei Millionen. Herkömmliche Mäuse geben im Durchschnitt bereits nach zirka einer Million Klicks ihren Geist auf. Das dürfte vor allem Spielern entgegenkommen, die die kleinen Steuergeräte meist heftig beanspruchen.

Andere Hersteller suchen ganz neue Pfade für ihre Mäuse. So zeigte die taiwanische Firma Acrox Technologies ein mobiles Gerät, das sich sowohl als Laser-Pointer wie auch als Maus einsetzen lässt. Auch die Firma Luida hat ein ähnliches Modell entwickelt. Mit dem "eBeamer" (Foto) lässt sich ein Notebook während einer Präsentation aus der Ferne bedienen. Mit Hilfe akustischer und Infrarot-Signale kann das System die aktuelle Position des Geräts ermitteln. Außerdem können Nutzer über eine Taste Bedienflächen auf der Desktopoberfläche aktivieren und so ihren Rechner steuern, ohne zwischen den einzelnen Folien immer wieder zum Notebook gehen zu müssen oder auf einen Helfer angewiesen zu sein. Zudem sollen sich damit handschriftliche Eingaben wie Notizen oder Zeichnungen anfertigen lassen.

Die Mäuse-Hersteller hoffen vor allem im mobilen Sektor auf einen Boom neuartiger Zeigegeräte. Sicher nicht ganz unberechtigt! Prognostizieren doch Marktforscher von IDC und Gartner weiter steigende Notebookverkäufe. Ob sich viele Anwender zum teuren Notebook auch noch eine teure Maus leisten können, bleibt allerdings abzuwarten. Für das "eBeam"-System von Luida müssen Kunden immerhin 1150 Mäuse - äh Euro - locker machen. (ba)