IFA

Heftiges Gedränge um Tablet-Computer

03.09.2010
Das iPad kann viel, aber nicht alles. Auf der IFA zeigen mehrere Hersteller, wie sie es besser machen wollen. Die meisten Tablet-Computer laufen mit Android, aber Windows 7 will auch mitmischen.

Allereden über Apples iPad. Unterm Berliner Funkturm zeigen mehrere Hersteller ihren Gegenentwurf zur kalifornischen Flunder und greifen gezielt die Einwände von Apple-Kritikern auf. "Das iPad ist großartig", sagt Samsung-Sprecherin Sophia Kim. "Aber unser Gerät ist anders."

Die Tische mit den Testgeräten des Galaxy Tab von Samsung sind zum Start der IFA so dicht umlagert, dass eine Alarmanlage angeht. Die Neugier gilt einem flachen Mini-Computer, der mit einer Bildschirmdiagonalen von 7 Zoll deutlich kleiner ist als das iPad (9,7 Zoll). "Wenn Sie unterwegs sind, ist das viel praktischer mit dem kleinen Gerät", sagt Kim.

Vor allem aber kann man mit dem Galaxy Tab auch telefonieren. Dafür sind Mikrofon und Lautsprecher integriert. Weil der Tablet-PC immer noch deutlich größer ist als ein Handy, empfiehlt sich eher die Verwendung eines Headsets, das sich drahtlos über Bluetooth mit dem Galaxy Tab verbindet.

Weder Smartphone, noch Netbook - die Tablet-PCs werden zu einer eigenständigen Kategorie, die der notorisch mit knappen Gewinnmargen kämpfenden Branche neue Hoffnung gibt. "Die Tablet-Kategorie ist einer der am schnellsten wachsenden Bereiche", sagt Marco Perino, der bei Toshiba für "Digital Life Products" zuständig ist.

Der japanische Hersteller zeigt auf der IFA sein neues Folio 100, das mit einem Bildschirm von 10,1 Zoll etwa ebenso groß ist wie das iPad, sich aber sehr viel mehr nach außen öffnet als das Ende Mai in Deutschland eingeführte Apple-Gerät: So gibt es einen USB-Anschluss, HDMI für die digitale Übertragung von Audio und Video auf den Fernseher sowie einen Einschub für externe Speicherkarten. Eine Webkamera ermöglicht Videokonferenzen.

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