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Hausdurchsuchung in Microsofts Südkorea-Niederlassung

11.06.2004

Vertreter der südkoreanischen Regulierungsbehörde KFTC (Korean Fair Trade Commission) haben am gestrigen Donnerstag die Büroräume von Microsoft in Seoul durchsucht. Hintergrund ist eine vor gut zwei Jahren aufgenommene Untersuchung wegen der Geschäftspraktiken des Branchenprimus. Die KFTC ermittelt, ob die Gates-Company mit der Bündelung ihrer Instant-Messaging-Software mit dem Windows-Betriebssystem gegen Wettbewerbsgesetze verstößt.

Auslöser war eine Beschwerde des südkoreanischen Portalbetreibers von Daum Technologies im Jahr 2001. Im April dieses Jahres hat Daum zusätzlich eine Klage gegen Microsoft eingereicht. Das Unternehmen fordert rund 8,6 Millionen Dollar Schadensersatz.

Microsoft hat die Hausdurchsuchung bestätigt und erklärt, man werde die KFTC bei ihren Ermittlungen weiterhin voll unterstützen. Die Durchsuchung wird vermutlich noch bis Anfang nächster Woche dauern. (mb)