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Hat IBM in Großbritannien Steuern hinterzogen?

06.08.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die britischen Steuerbehörden untersuchen, ob IBM auf unlautere Art versucht hat, möglichst wenig Steuern zu zahlen. Die Steuerfahnder vermuten, daß Big Blues britischer Ableger durch Abtretungen an die Muttergesellschaft in den USA die Gewinne in Großbritannien geringer erscheinen ließ, als sie in Wirklichkeit waren. Zwar müßte der Konzern den transferierten Profit in den USA angeben, doch hier zahlte IBM aufgrund von Verlusten zwischen 1991 und 1993 überhaupt keine Steuern. Laut "Wall Street Journal" schätzt ein Ex-IBM-Manager, daß dem britischen Fiskus auf diese Weise von 1991 bis 1996 rund 500 Millionen Dollar entgangen sind.