Hardware

Hardware mit dem dümmsten Design

21.10.2017
Von Michael Brown
Schlecht gestaltete IT-Produkte können einem den letzten Nerv rauben. Wir haben zehn der schlimmsten Design-Entscheidungen für Sie herausgepickt.
Die 10 dümmsten Entscheidungen im IT-Design
Die 10 dümmsten Entscheidungen im IT-Design
Foto: cunaplus - shutterstock.com

Schlechtes Industrie-Design schafft es ohne weiteres, ein ansonsten solides IT-Produkt komplett zu ruinieren. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Angefangen bei den Kardinalsünden Faulheit und Gier, über die schiere Ausblendung der Bedürfnisse des Nutzers, bis hin zu ganz einfacher Dummheit. Aber egal, wie es nun dazu gekommen ist, dass das Design ein kompletter Reinfall ist: Es treibt einen einfach in den Wahnsinn.

Im folgenden haben wie 10 der schlechtesten Design-Entscheidungen der Branche für Sie zusammengetragen.

Kabelbinder: Gestern und heute
Kabelbinder: Gestern und heute
Foto: PC World

Platz 10: Nicht-wiederverwendbare Kabelbinder

Kabelbinder: Diese Plastikschnüre wurden einst aus gummiertem, ummanteltem Draht hergestellt und erfreuten sich so einer nahezu unbegrenzten Lebens- und Wiederverwendungsdauer. Heutzutage werden die Drähte mit einer dünnen Plastikschicht überzogen und sind vor allem bei neu gekauften, damit zusammengebundenen Kabeln zu finden. Diese "moderne" Art der Kabelbinder ist aber nicht nur kompliziert von ihrem Produkt zu lösen; nein, wenn man sie dann endlich einmal abgewickelt hat, sind sie meistens verdreht, knautschig und absolut unbenutzbar.

Platz 9: Unbenannte Ethernet-Kabel

Ethernet-Patchkabel verzichten heute oft auf ihre Typenbezeichnung CAT5, CATe und CAT6. Das mag ja pedantisch klingen, aber diese Typenbezeichnungen existieren nicht ohne Grund. Schließlich wollen die meisten mindestens ein CAT5e-Kabel benutzen, um ihre Daten im Netzwerk mit Gigabit-Geschwindigkeit zu transportieren. CAT6-Kabel sind besser im Ausblenden von Nebensignaleffekten und unterstützen eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 10 Gigabits pro Sekunde. Außerdem ist CAT6 abwärtskompatibel zu CAT5 und CAT5e.

Überall nur Fingerabdrücke...
Überall nur Fingerabdrücke...
Foto: PC World

Platz 8: Glanzlack

Glänzende Lacküberzüge auf Tablets, Smartphones und Co. sehen schick aus - machen aber jeden Fingerabdruck und jedes Staubkorn sofort sichtbar. Will man sie dann reinigen, weil sie aussehen wie eine durchweichte Pommestüte, erleiden sie blitzschnell Kratzer und sehen abgenutzt aus. Das ist besonders ärgerlich bei Hardware, die darauf ausgelegt ist, oft an eben diesen Problemzonen angefasst zu werden. Die empfindlichen Glanzlack-Oberflächen finden sich mittlerweile nahezu überall: Auf Routern, auf Lautsprechern und auf All-in-One-PCs mit Touchscreens.

Platz 7: Knöpfe am Rand

Knöpfe, die am Rand eines Laptops, Monitors oder anderer Geräte angebracht sind, führen ärgerlicherweise nur dazu, dass sie jedes Mal automatisch betätigt werden, wenn man das Gerät hochhebt, verschiebt oder anfasst. Besonders irritierend sind beispielsweise die kleinen Knöpfe zum Öffnen der optischen Laufwerke bei Laptops. Vielleicht sollten PC-Hersteller ausnahmsweise dem Beispiel Apples folgen und die Auswerfen-Funktion einer Taste auf dem Keyboard zuordnen.

Platz 6: Leertaste

Nicht die Leertaste an sich ist hier das Designproblem, sondern eher ihre Anbringung in manchen Tastaturen. Nämlich dann, wenn sich die Leertaste so weit ins Gehäuse hineindrücken lässt, dass man sich beim Betätigen jedes Mal die Daumenseite böse anstößt. Aua!

Fehlkonstruktion: Lenovo IdeaCentre A720
Fehlkonstruktion: Lenovo IdeaCentre A720
Foto: Lenovo

Platz 5: Schwer erreichbare Komponenten

Anschlüsse und optische Laufwerke sind je nach PC- oder Laptop-Modell nur schwer zu erreichen, weil sie entweder zu tief im Gehäuse liegen, an unzugänglichen Stellen verbaut wurden, teilweise von anderen Komponenten blockiert werden oder halb von einem dünnen Plastikpanel verdeckt sind. Letztere lieben es auch, beim Versuch ein Kabel in den Anschluss zu stöpseln, einfach mal abzubrechen. Beispiel gefällig? Klappt man beim schon älteren Lenovo IdeaCentre A720 das Display in eine brauchbare Position, lässt es unterhalb nur wenige Zentimeter Platz, um sich noch zum Blu-ray-Laufwerk und dem Kartenleser vorzuarbeiten.