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Handspring entlässt 20 Prozent seiner Mitarbeiter

26.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Handheld-Hersteller Handspring muss sparen und setzt deshalb 80 seiner 400 Angestellten auf die Straße. Diese Maßnahme sei Teil einer Firmenrestrukturierung, erklärte Firmensprecherin Allen Bush. Das Unternehmen reduziere damit seine Kosten und könne sich künftig besser auf sein Kerngeschäft konzentrieren. So haben die Firmenstrategen Marketing- und Entwicklungsaktivitäten bereits an Partnerfirmen wie zum Beispiel Mobilfunk-Carrier ausgelagert. Von den Einschnitten ist auch die Chefetage betroffen. So müssen Karen Sipprell, Vice President Corporate Marketing, und Glenn Noga, seines Zeichen Chief Information Officer (CIO), ihre Sessel räumen.

Ob es Handspring gelingt, mit dem Tritt auf die Kostenbremse das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, bleibt abzuwarten. Die Handspring-Verantwortlichen haben zuletzt mit der "Treo"-Communicator-Familie verstärkt auf die Produktlinie Smartphones gesetzt. Allerdings laufen nach Einschätzung von Andrew Neff, Analyst bei Bear Stearns, die Verkäufe der Treo-Varianten 180 und 270 bislang alles andere als zufriedenstellend. Außerdem kämpfen die Hersteller im Handheld-Markt laut der jüngsten Analyse von International Data Corp. (IDC) mit rückläufigen Absatzzahlen. So wurden beispielsweise im zweiten Quartal des laufenden Jahres weltweit fast zehn Prozent weniger Geräte verkauft als im Vorjahreszeitraum. Handspring setzte rund 43 Prozent weniger Handhelds ab und verlor damit seinen dritten Platz im weltweiten Ranking an Sony. Konkurrent Palm kam dagegen mit einem moderaten Absatzrückgang von fünf Prozent davon. Die Analysten rechnen nicht mit einem

Aufwärtstrend des Handheld-Marktes in den nächsten Quartalen. (ba)