Mikros für die Verwaltung angeschafft:

Handelsakademien werden computerisiert

24.05.1985

WIEN (apa) - Für 16 österreichische Handelsakademien hat das Unterrichtsministerium kürzlich ebenso viele Verwaltungscomputer angeschafft. Sie sollen der "Startschuß" für die computerunterstützte Verwaltung an Österreichischen Schulen" sein.

Kürzlich startete in Villach eine Veranstaltungsreihe, mit der das Verwaltungspersonal der Schulen an den neuen Computern ausgebildet werden soll. Durch den Einsatz der Mikrocomputer wird vorerst die interne Verwaltungsarbeit der Schulleitung und der Lehrer rationalisiert. In der Folge soll auch die Kommunikation mit den zuständigen Behörden automatisiert werden.

Als Lieferant wurde unter sieben Anbietern Austro-Olivetti ausersehen. Der Hersteller liefert Mikrocomputer M 24 mit 16-Bit-Prozessor und 512 KB Arbeitsspeicher, mit integriertem Diskettenlaufwerk für 720 KB und integrierter 10-MB-Harddisk. Als Drucker kommen die Geräte von Hermes Precisa Olivetti zur Lieferung.

Die kaufmännischen Schulen setzen seit drei Jahren etwa 80 Prozent der rund 1600 Unterrichtscomputer (Triumph-Adler-Büromatic) auch für die Verwaltung ein. Seit dem Beginn des Computerunterrichts an Handelsakademien vor sechs Jahren wird dort neben der Datenverarbeitung auch computerunterstütztes Rechnungswesen sowie Textverarbeitung auf Mikrocomputern unterrichtet.

Für die Verwaltungsarbeit wird das Programmpaket Disk (Datenerfassung für die interne Schulverwaltung auf Kleincomputern) eingestetzt. Es wurde von den Professoren Johannes Berthold und Dr. Dietger Fröhlich in einger Zusammenarbeit mit dem Unterrichtsmedium entwickelte Disk besteht aus Programmteilen die Schulbuchaktion, Aufnahmeverfahren, Schulstufenverwaltung und Klassenverwaltung.

Noch heuer sollen weitere berufsbildende Schulen mit Verwaltungscomputern ausgestattet werden. Bis 1987 will das Unterrichtsministerium sämtliche Handelsakademien und Handelsschulen damit versorgt haben.