Börsenspot: QSC

Gute Aussichten eingepreist

21.03.2005
Von Stephan Hornung

QSC, der Anbieter mit der drittgrößten DSL-Infrastruktur nach der Deutschen Telekom und Arcor, stellt die Weichen auf Wachstum. Im laufenden Jahr wird die Zahl der an das eigene DSL-Netz angeschlossenen Städte von 72 auf 80 erhöht. Zusätzlich sollen alle 475 Points of Interconnection der Deutschen Telekom zur Ausweitung des Sprachnetzes angebunden werden. Zudem baut QSC sein Sprachnetz bundesweit auf VoIP-Fähigkeit aus. Rund 40 neue Vertriebsmitarbeiter sollen kleine und mittelständische Firmen als Kunden gewinnen. Erste Erfolge zeichnen sich offenbar schon ab, so soll die Vertragsunterzeichnung mit einem Tankstellenbetreiber und einem Versicherungskonzern bevorstehen. Unkommentierten Gerüchten zufolge könnte sogar ein Vertrag mit United Internet oder einem anderen Wiederverkäufer von DSL-Anschlüssen folgen und damit indirekt der Privatkundenmarkt in Angriff genommen werden.

Die QSC-Prognose erscheint realistisch, den Umsatz um mindestens 20 Prozent auf 175 Millionen Euro zu steigern und dabei ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von vier bis acht Millionen Euro zu erwirtschaften. Trotz der erreichbaren Skaleneffekte - so ist die Technik derzeit erst zu etwa 25 Prozent ausgelastet - und einer soliden Bilanzstruktur (40 Millionen Euro Nettoliquidität) scheint die Aktie jedoch bereits mit Vorschusslorbeeren bedacht worden zu sein. (ajf)