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Großbritannien setzt auf Open-Source

24.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Deutschland und Norwegen will nun auch Großbritannien mehr Open-Source-Produkte im öffentlichen Dienst einsetzen. Dazu hat das OGC (Office of Government Commerce) am Montag entsprechende Richtlinien veröffentlicht. Demnach sollen in Zukunft Open-Source-Lösungen gleichberechtigt zu proprietärer Software auf ihre Einsatzmöglichkeiten hin geprüft werden. Kriterien sind unter anderem die Unterstützung offener Standards, das Preis-Leistungsverhältnis und die IT-Sicherheit. Für im eigenen Auftrag entwickelte Applikationen oder Produktanpassungen will man künftig die vollen Rechte am Quellcode erwerben. Damit entsprechen die Richtlinien den Empfehlungen zum E-Government, die die Europäische Kommission vor drei Wochen herausgegeben hat (Computerwoche online berichtete). Vom Einsatz quelloffener Software verspricht sich das OGC neben Kosteneinsparungen eine größere Flexibilität bei der Entwicklung und Systemintegration, sowie mehr Sicherheit. Ziel ist außerdem, sich von einzelnen Anbietern unabhängig zu machen. (lex)