Integration in Standard-PPS

Grobplanungsmodul für Einzel- und Kleinserienfertiger

25.10.1996

Die unzureichende Unterstützung der Grobplanung äußert sich in der Fertigungsindustrie in der schlechten Termintreue, in Fehlentscheidungen bei der Annahme terminkritischer Kundenaufträge sowie in ständig notwendigen Korrekturen bezüglich der nachgelagerten Planungsebenen. Im Rahmen eines von der Stiftung Industrieforschung, Köln, geförderten Forschungsprojekts ist am FIR ein Grobplanungsmodul entstanden, mit dessen Hilfe die Vergangenheitsdaten bereits abgewickelter Aufträge analysiert und als verdichtete Planwerte für die langfristige Material- und Kapazitätsterminierung neuer Kundenaufträge zur Verfügung gestellt werden.

Für die Analyse und Verdichtung von Daten stehen mathematisch-statistische Verfahren zur Verfügung. Als eine Art Controlling-Tool sollen sie den Anwender dabei unterstützen, Einflüsse auf die Durchlauf- beziehungsweise Vorlaufzeit zu quantifizieren und mögliche Reduzierungspotentiale zu erkennen. Dabei orientiert sich die in dem Modul programmierte Funktionalität an den Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen, die kundenspezifische Produkte mit einer Lieferzeit von über drei Monaten herstellen.

Voraussetzung für die Einführung des Grobplanungsmoduls ist ein Pentium-PC mit 8 MB RAM. Die Installation erfolgt unter MS-DOS. Zur Programmierung wird die Microsoft-Datenbank "Access" in Verbindung mit "Excel" eingesetzt. Die Datenauswertung erfolgt anhand des Analyse- und Statistikpakets "SPSS", das über Excel eine Schnittstelle zu Access bereitstellt.

Der Datenimport ist entweder manuell oder per Datentransfer möglich. Hierzu enthält Access eine standardisierte ASCII-Schnittstelle, die von den meisten auf dem Markt verfügbaren Standard-PPS- und BDE-Systemen angesprochen werden kann..