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Google wehrt sich gegen Anschuldigungen wegen Click-Betrugs

09.08.2006

Google hinterfragt in seiner Untersuchung nun die Methode, mit der die drei Firmen Clickfacts, Clickforensics und Adwatcher zu belegen trachten, dass Google das Thema Klickbetrug herunterzuspielen versucht. Alle drei haben in Berichten behauptet, die Praxis des Click Fraud sei viel gravierender, als Google zugibt.

In seiner Untersuchung behauptet der Suchmaschinengigant nun unter anderem, einige der benutzten Methoden, mit denen die drei Firmen die nicht korrekten Klickraten nachweisen wollen, seien untauglich für eine wirklichkeitsgetreue Zählweise. So werde etwa bei einigen der Prüfverfahren unkorrekter Weise nicht berücksichtigt, wenn Surfer in ihrem Browser den "Back"- oder "Refresh"-Stellknopf (Button) benutzen.

Google moniert, dass in den kritischen Berichten zum Klickbetrug immer wieder irreführende Angaben zur Menge der Klicks genannt werden. Die angegebenen Werte der mit angeblich betrügerischen Methoden erzielten Klicks seien dabei höher als die Zahl der Klicks insgesamt. Dies liege an der Zählweise, nämlich betrügerische und "echte" Klicks einfach zu addieren. Durch solcherlei Angaben würde die Dimension des Klickbetrugs künstlich dramatisiert.

Da Googles Geschäftsmodell auf der Online-Werbung basiert, ist es für das Unternehmen von existenzieller Bedeutung, dass Werbekunden Vertrauen in die Angaben der Klickraten haben. Wäre dieses Vertrauen gravierend gestört, würde es den Geschäftserfolg von Google direkt gefährden. (jm)