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Google Web History lernt Deutsch

02.08.2007
"Google Web History" ist ab sofort neben Englisch in 26 weiteren Sprachen verfügbar, darunter auch Deutsch. Der Internet-Konzern verspricht Nutzern "bessere Ergebnisse und mehr Kontrolle bei Suchanfragen".

Google Web History - zu Deutsch "Google Webprotokoll" - speichert dazu alle Web-Seiten, die ein Nutzer besucht, und indexiert sie zwecks Volltextsuche. Nutzer können außerdem Suchbegriffe bearbeiten und auch aus dem Verlauf der eigenen Web-History entfernen. Web History ist nur für registrierte Google-Nutzer zugänglich und muss laut Google explizit eingeschaltet werden (dann allerdings verwundert dieses Hilfe-Thema).

Dass Google anhand einer gespeicherten persönlichen Such-Historie einem Nutzer bessere Ergebnisse liefern kann, ist folgerichtig. Allerdings ist die Web History aus dem gleichen Grund natürlich auch ein zweischneidiges Schwert - man vertraut dem Internet-Riesen ein Gutteil seiner Netz-Privatsphäre an, ohne genau zu wissen, was dieser alles mit den Daten macht (die Datenschutzerklärung zur Web History liegt bislang nur in englischer Sprache vor).

Die Option, Suchanfragen vertraulich zu behandeln, indem man Suchbegriffe bearbeitet, auslässt oder löscht, erscheint aufgrund des dafür nötigen hohen Aufwandes wenig praktikabel und als "Privacy-Augenwischerei". Den meisten Web-Nutzern dürften die Chronik ihres Browsers und Lesezeichen sowie die Qualität der normalen Google-Suchergebnisse ausreichen. Wer allerdings Spezialinteressen hat, etwa bei "GM" eher an gentechnisch veränderte Lebensmittel als an die Opel-Konzernmutter in den USA denkt und entsprechend angepasste Google-Ergebnisse wünscht, der sollte sich die Web History näher ansehen. (tc)