Play Store

Google schrumpft Größe von App-Updates deutlich

07.12.2016
Seit Jahren ist Google darum bemüht, die über den Play Store geladenen App-Updates so klein wie nur möglich zu halten. Mit einem neuen Ansatz werden Aktualisierungen um bis zu 90 Prozent kleiner als die ursprüngliche App.

Erst im vergangenen Juli hat Google einen neuen Algorithmus vorgestellt, durch den die Größe von über den Play Store geladenen App-Updates deutlich reduziert wird. Damals verbuchte das Unternehmen eine Verkleinerung von durchschnittlich 47 gegenüber der eigentlichen Anwendung. Durch eine neue Methode soll dieser Durchschnitt nun auf 65 Prozent gedrückt werden, in einigen Fällen soll ein Update sogar um über 90 Prozent kleiner sein als die App. Dadurch würden täglich 6 Petabyte (6.000 Terabyte) an Daten von Android-Nutzern eingespart, wie Google vorrechnet. Ein Update für die Netflix-App würde nach einem Beispiel bei einer Anwendungsgröße von 16,2 MB nur 1,2 MB groß sein.

Google Play Store: App-Updates sollen deutlich kleiner werden.
Google Play Store: App-Updates sollen deutlich kleiner werden.

Erreicht wird die neuere Schrumpfung von App-Updates durch das File-by-File-Patching: Dabei werden nur die tatsächlichen Änderungen an einer Anwendung heruntergeladen und in das bestehende Programm eingespielt. Da Android-Apps in komprimierter Form als APK-Datei im Play Store und auf dem Gerätespeicher vorliegen, muss ein effizienter Weg dafür gefunden werden, die installierten Anwendungen zu analysieren und mit einem vorliegenden Updatepaket abzugleichen. Für das Dekomprimieren, das Einspielen der Änderungen und das anschließende Rekomprimieren wird allerdings etwas mehr Rechenleistung vorausgesetzt, und je stärker die Komprimierung, desto länger dauert auch die Anwendung eines Patches.

Ihre Meinung ist gefragt!

Noch beschränkt Google die neue Technik auf automatisch und im Hintergrund ausgeführte App-Updates, beispielsweise für die eigenen Dienste, die dann auf dem Gerät eintreffen, wenn es an einem Ladekabel angeschlossen ist und nicht benutzt wird. Damit will das Unternehmen sicher stellen, dass Nutzer nichts von den möglichen Performance-Einrüchen mitbekommen.

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