Android 10

Google schafft den Zurück-Button ab

20.02.2019
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Google schafft mit Android 10 alias Android Q anscheinend den Zurück-Button ab. Darauf deutet eine frühe Version von Android Q hin.

Google schafft mit der nächsten Android-Version Q (Android 10) offensichtlich den Zurück-Button ab. Das berichtet XDA-Developers, das eine Vorabversion von Android Q unter die Lupe nahm. Diese Testversion von Android Q soll von Ende Januar 2019 stammen.

Android 10: Google schafft den Zurück-Button ab
Android 10: Google schafft den Zurück-Button ab
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Demnach wird Android Q nur noch einen Home-Button haben, der verschiedene Gesten erkennt. Und mit diesen Gesten bedienen Sie dann die Android-Oberfläche. Wollen Sie also einen Schritt zurück gehen – was Sie bisher über den Zurück-Button links unten machen – dann wischen Sie bei Android Q eben über den Home Button mit dem Finger nach links.

Mit der Abschaffung des Home Button bei Android Q setzt Google die Entwicklung des Bedienkonzepts von Android Pie alias Android 9, das Google im August 2018 vorgestellt hat, fort. Denn mit Android 9 entfiel bereits der Button für „Recent Apps“ – das klassische 3-Buttonsystem von Android (Zurück, Home, Recent Apps) war damit Geschichte (wobei je nach Smartphone-Hersteller der Recent-Apps-Button durchaus noch vorhanden sein kann). In Android Pie gibt es also zumindest theoretisch nur noch zwei Buttons am unteren Bildschirmrand. Und mit Android Q bleibt sogar nur noch ein Button unten in der Mitte übrig, über den alle Gesten funktionieren.

Anders als in Android Pie können Sie die Gestensteuerung in Android Q nicht mehr abschalten und zur gewohnten 3- beziehungsweise 2-Button-Lösung zurückkehren. Mit einem Wisch nach rechts scrollt man durch die zuletzt genutzten Apps. Mit einem kurzen Druck auf den Home Button kehrt man wie gehabt zum Startmenü zurück, ein langer Druck startet den Google Assistant. Außerdem gibt es wie schon in Android Pie weitere Gesten.

Ob die finale Version von Android Q tatsächlich nur noch mit einem Home Button und der Gestensteuerung kommt, ist derzeit völlig ungewiss. Es lässt sich nicht ausschließen, dass Google noch einmal zurückrudert. Außerdem muss abgewartet werden, ob und wie alle Smartphone-Hersteller den Wegfall des Zurück-Buttons tatsächlich umsetzen. Möglicherweise wird die Ein-Button-Lösung ja zunächst nur auf den Google-eigenen Pixel-Smartphones umgesetzt.

Dieses Video von XDA-Developers zeigt Android 9 und die inoffizielle Android 10 Beta im Vergleich.


(PC-Welt)