Kommt die Pixel Watch?

Google kauft Fossils Smartwatch-Know-How

18.01.2019
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Google kauft von Fossil Smartwatch-Know-How und übernimmt einige von Fossils Smartwatch-Entwicklern. Kommt bald die Pixel Watch?

Google kauft für rund 40 Millionen US-Dollar (rund 35,08 Millionen Euro) Smartwatch-Know-How und -Technik von Fossil, wie Bloomberg berichtet. Fossil fertigt unter anderem Smartwatches und so genannte Hybrid-Uhren, also herkömmliche Quarzuhren, die um einige smarte Funktionen ergänzt wurden.

Google kauft Fossils Smartwatch-Know-How - für Pixel Watch?
Google kauft Fossils Smartwatch-Know-How - für Pixel Watch?

Google und Fossil haben nun eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der Google einen Teil von Fossils Smartwatch-Technik samt dem geistigen Eigentum erwirbt und eine nicht genannte Anzahl von Fossil-Mitarbeitern aus der Entwicklungsabteilung übernimmt, die die Smartwatch-Techniken entwickeln. Rund 200 Entwickler bleiben aber weiterhin bei Fossil, wie Techcrunch berichtet. Der Deal soll noch im Januar 2019 abgeschlossen werden, wie CNBC ergänzt.

Google, das bisher keine eigene Smartwatch verkauft, bekommt damit Smartwatch-Know-How. Das für Wearables nötige Betriebssystem entwickelt Google ohnehin schon, nämlich WearOS (ehemals Android Wear), eine speziell für Wearables wie Smartwatches angepasste Android-Version.

Das nährt die Vermutung, dass Google bald eine eigene Smartwatch - die Pixel Watch? - vorstellen und damit Apple und dessen Apple Watch Konkurrenz machen könnte. Damit würde Google eine Lücke in seinem bisherigen “smarten“ Produktangebot schließen. Denn Smartwatches fehlen Google bisher, das ansonsten aber eigene Smartphones, smarte Lautsprecher, Überwachungskameras, Rauchmelder und Streaming-Sticks sowie VR-Brillen verkauft.

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Smartwatches halten offensichtlich einige Unternehmen für das kommende große Ding. Fitness-Trackerspezialist Fitbit hat deshalb beispielsweise 2016 den Smartwatch-Experten Pebble übernommen. Fossil wiederum hatte 2015 seinerseits Misfit übernommen, um Know-How bei Wearables zu bekommen.

(PC-Welt)