Google-Insider machen Kasse

22.11.2004
Die Gründer der Internet-Suchmaschine trennen sich von einem Teil ihrer Aktienpakete.

Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin wollen sich in den kommenden eineinhalb Jahren von jeweils 7,2 Millionen Anteilscheinen trennen. Auf der Basis des aktuellen Kurses hätte jedes der beiden Pakete einen Wert von rund 1,2 Milliarden Dollar. Darüber hinaus plant auch Chairman und CEO Eric Schmidt, 2,2 Millionen seiner Aktien im Wert von derzeit 370 Millionen Dollar zu verkaufen. Entsprechende Pläne wurden nun durch die US-Börsenaufsicht SEC publik. Dort hatte das Unternehmen schon vor einigen Wochen eine Genehmigung erwirkt, die allen Insidern - also den Gründern, Mitarbeitern und Investoren - unter Wahrung bestimmter Fristen den Verkauf eigener Aktien erlaubt. Nachdem am Dienstag vergangener Woche die entsprechende Haltefrist ausgelaufen war, hatten Finanzanalysten vielfach über eine bevorstehende Verkaufswelle spekuliert, die die drei Großaktionäre sowie viele Google-Mitarbeiter auslösen würden.

Der Kurs der Google-Aktie war infolge dieser Meldungen geringfügig eingebrochen, zeigte sich insgesamt aber auf einem Niveau von rund 169 Dollar stabil. Das Papier war am 19. August mit einem Emissionspreis von 85 Dollar an der New Yorker Wallstreet gestartet. Beim Börsengang waren 22,6 Millionen Anteile über den Weg einer Internet-Auktion platziert worden. Die jetzt angekündigten Verkäufe überträfen also sowohl in puncto Volumen als auch Erlös das eigentliche Initial Public Offering (IPO). Gleichzeitig würden Page, Brin und Schmidt für den Fall, dass sie ihre Pläne vollständig in die Tat umsetzen, immer noch 73,9 Millionen Aktien halten. Das entspräche 27 Prozent der Anteile und 40,4 Prozent der Stimmrechte. (gh)