Kaufberatung

Google Home vs. Amazon Echo

Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt.
Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Google Home und Google Home Mini mit Google Assistant oder Amazon Echo, Echo Plus, Echo Dot und Echo Show mit Alexa - was ist die bessere Wahl? Wir zeigen, für welchen Nutzer sich welcher smarte Lautsprecher besser eignet.

Wer einen smarten Lautsprecher mit Mikrofonen, sprachgesteuerten Assistenten und Zugriff auf Intelligenz aus der Cloud kaufen möchte, der hat derzeit die Wahl zwischen Google Home mit Google Assistant (Google Home und Google Home Mini, bald auch Google Home Max) und Amazon Echo mit Alexa (Echo, Echo Plus, Echo Dot und Echo Show). Andere Anbieter wie Apple mit dem Homepod und Siri oder Samsung mit seinem Bixby-Speaker sind entweder noch nicht startklar oder wie Harmon Kardon mit dem Invoke und Cortana nicht in Deutschland erhältlich.

Wir zeigen, für wen sich Google Home oder Amazon Echo besser eignet.

Links Google Home, rechts Amazon Echo
Links Google Home, rechts Amazon Echo
Foto: Google/Amazon

Google Home: Zugriff auf die Google-Welt

Der Vorteil beim Einsatz von Google Home besteht darin, dass Sie Zugriff auf alle Google-Dienste haben, indem Sie den Google Assistent verwenden. Sie können Ihren Google-Mail-Kalender damit genauso effektiv nutzen wie die mächtige Google-Suche.

Google Home ist leichter einzurichten

Dazu kommt, dass die Einrichtung von Google Home sehr schnell abgeschlossen ist. Hier ist Google Home wesentlich anfängerfreundlicher als Amazon-Echo-Geräte. Technisch weniger versierte Anwender kommen mit Google Home leichter zurecht. Dafür bietet Amazon mit seinen Echo-Geräten wesentlich mehr Funktionsumfang und Erweiterungsmöglichkeiten. Diese fehlen in Google Home.

Google Home Mini
Google Home Mini
Foto: Google

Informationen aus dem Internet abfragen

Google Home ist den Amazon Echo-Geräten überlegen, wenn Sie nach Informationen fragen. Sie können zum Beispiel „Hey Google, wie weit ist die Strecke nach München“ fragen, oder „Wie lange fahre ich dahin?“. Hier spielt Google Home seine Stärken aus, indem Sie auch Fragen stellen können, die auf vorhergehenden Fragen aufbauen.

Diese Folgefragen sind eine echte Stärke von Google Home. Hier zeigen sich auch die Vorteile der Anbindung der Google-Suche sowie von Youtube, Google Maps und anderen Google-Diensten. Die Schlagworterkennung ist bei Google Home aktuell ebenfalls noch wesentlich besser als bei Amazon Echo.

Echo Dot
Echo Dot
Foto: Amazon

Musik abspielen

Amazon Echo und Google Home lassen sich an mehrere Musikdienste anbinden, wobei Spotify bei beiden Lautsprechern verfügbar ist. Spotify kann in Google Home auch in der kostenlosen Variante angebunden werden, das ist bei Amazon Echo nicht möglich. Hier wird ein Premium-Abo vorausgesetzt.

Google Home bietet zudem Zugriff auf Google Play Musik, während Amazon Home natürlich Amazon Music unterstützt. Wer auf einen dieser Musikstreamingdienste setzt, sollte auch den entsprechenden smarten Lautsprecher kaufen, da dieser besser mit dem eigenen Dienst zusammenarbeitet.

Apple Music wird von beiden Lautsprechern ignoriert.

Chromecast und Fire TV

Google Home-Geräte können auf Google Chromecast, den Streamingstick von Google zugreifen. Amazon Alexa kann wiederum auf Amazon Fire-Geräte zugreifen und diese steuern. Wer also eines dieser Geräte nutzt, profitiert vom Einsatz des entsprechenden Sprachassistenten.

Sie können Amazon Fire aber nicht mit Google Home steuern, umgekehrt können Sie Google Chromecast nicht von Amazon-Echo-Geräten aus bedienen. Amazon Alexa-Geräte lassen sich besser an Steroanlagen und anderen Lautsprecher anbinden. Damit können Sie Ihre klassische Stereoanlage „intelligenter machen“. Dazu kommt, dass Amazon Echo-Geräte über einen Aux-Anschluss verfügen. Diese fehlt bei Google-Home-Geräten.

Echo Plus
Echo Plus
Foto: Amazon

Smart Home-Steuerung

Bei der Smart Home Steuerung bietet Amazon Echo deutlich mehr Möglichkeiten. Hier lassen sich zum Beispiel Heizthermostate von Tado anschließen und über die passenden Skills auch andere smarten Geräte einbinden. Dazu kommt die direkte Unterstützung von Philips Hue bei Amazon-Echo-Plus, weil darin die Hue-Bridge für das Zigbee-Protokoll integriert ist.

Bezüglich der Smart Home-Anbindung ist Google Home dagegen deutlich eingeschränkt. Wer sein Smart Home über einen sprachgesteuerten Assistenten steuern will, sollte daher eher auf Amazon Echo-Geräte setzen und überprüfen, ob die geeigneten Skills für Alexa zur Verfügung stehen.


Diese nachinstallierbaren „Skills“ sind ein großer Vorteil von Amazon Echo, weil diese die Möglichkeiten von Amazon Echo deutlich erweitern. Das ist auch einer der größten Vorteile gegenüber Google Home. Mit Skills kann zum Beispiel das TV-Programm abgefragt werden, oder Bahnverbindungen. Auch Radio-Sender und andere Dienste lassen sich dadurch anbinden.

Echo Show
Echo Show
Foto: Amazon