Assistant lernt Multitasking

Google Assistant versteht ab sofort zwei Sprachen auf einmal

31.08.2018
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Der Google Assistant soll nun Sprachbefehle in zwei Sprachen gleichzeitig verstehen. Und die ebenfalls neuen "Abläufe" sollen es Nutzern ermöglichen, mehrere Dinge gleichzeitig mit nur einem Befehl zu erledigen.
Der Google Assistant ist ab sofort zweisprachig.
Der Google Assistant ist ab sofort zweisprachig.
Foto: Google

Der Google Assistant, wie er in Google Home, aber auch auf Smartphones zur Verfügung steht, soll nun Sprachbefehle in zwei Sprachen gleichzeitig verstehen. Nutzer können also Fragen in verschiedenen Sprachen stellen und erhalten Antworten von Google Assistant in der verwendeten Sprache. Gerade Familien, in denen zeitgleich mehrere Sprachen gesprochen werden, dürften davon profitieren.

Google demonstriert die neue Zweisprachigkeit mit diesem Beispiel: Sie sagen zuerst „Hey Google, what’s the weather like today?“ und bekommen auf Englisch den Wetterbericht angesagt. Danach sagen Sie auf Deutsch: „Hey Google, spiele die Fantastischen Vier“. Und deren Musik wird abgespielt.

Derzeit soll Google Assistant auf diese Weise Sätze in Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Japanisch verstehen. In den nächsten Monaten sollen weitere Sprachen folgen.

Ebenfalls neu ist „Abläufe“ für Google Assistant. Abläufe sollen es Nutzern ermöglichen, mehrere Dinge gleichzeitig mit nur einem Befehl zu erledigen. Dafür stehen zunächst sechs Standard-Abläufe zur Verfügung. Zum Beispiel für morgens, auf dem Weg zur Arbeit und abends zu Hause. Haben Sie Ihre Präferenzen festgelegt, kann Google Assistant auf dem Google-Home-Lautsprecher oder Smartphone auf einen Befehl hin das Licht einschalten, Erinnerungen speichern, die Lieblingsmusik starten und vieles mehr.

Zusätzlich können Sie eigene benutzerdefinierte Abläufe mit „Actions on Google“ von Google Assistant erstellen. Zum Beispiel können Sie einen eigenen Ablauf für das Abendessen erstellen und mit der Aufforderung „Hey Google, das Essen ist fertig“ beginnen; Google Assistant startet daraufhin Ihre Lieblingsmusik, schaltet den Fernseher aus und sendet über die Megafon-Funktion die „Essenszeit“ an alle im Haus. Abläufe können auch für einen bestimmten Tag oder eine bestimmte Uhrzeit geplant werden. (PC-Welt)