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Good Technology sichert sich 45 Millionen Dollar Risikokapital

17.05.2004

Das US-Startup Good Technology hat in seiner vierten Finanzierungsrunde mehr als 45 Millionen Dollar Venture Capital erhalten. Wie die Company mitteilte, beteiligten sich neu Crosslink Capital als Leadinvestor zusammen mit Bank of America Venture Partners. Mit von der Partie waren außerdem die bereits engagierten Kapitalgeber Kleiner Perkins Caufield & Byers, Benchmark Capital und Broadview Capital Partners K1 Ventures. Wegen des starken Interesses von Investoren wurde dabei das ursprüngliche Ziel von 35 Millionen Dollar überschritten. Das Geld will Good in die weitere Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau seiner Vertriebsaktivitäten in Europa investieren.

Das im März 2000 gegründete Unternehmen aus Sunnyvale, Kalifornien, erzielt seine Einnahmen mit Wireless-Software und -services für verschiedene Handheld-Betriebssysteme wie Palm OS oder Microsofts "Pocket PC", ist allerdings noch nicht profitabel. Zu den Konkurrenten der Kalifornier zählt insbesondere der kanadische Pager-Spezialist Research in Motion (RIM). Ähnlich wie RIMs "BlackBerry"-Technologie ermöglicht auch die von Good angebotene Software "GoodLink" die Anbindung mobiler Geräte an ein Firmennetz. Im Juni 2002 hatten die Kanadier den Konkurrenten wegen angeblicher Patentverletzung verklagt. Ende März 2004 gelang es Good, den Rechtstreit außergerichtlich beizulegen. Dabei verpflichteten sich die Kalifornier neben einer einmaligen Schadensersatzzahlung künftig vierteljährlich Lizenzgebühren an RIM zu entrichten. (Computerwoche.de berichtete). Good-CEO Danny Shader stellte damals fest, dass der Markt groß genug für zwei Unternehmen sei. So nutzen bislang über eine Million Abonnenten RIMs Blackberry-Dienst. Good konnte im ersten Quartal 2004 die Zahl der Abonnenten von 1600 auf 2000 Unternehmen steigern, im weiteren Verlauf des Jahres werden ähnliche Zuwachsraten erwartet. (mb)