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Gmail-Giersch droht openBC mit Rechtsstreit

01.12.2006
Ein Rechtsstreit überschattet möglicherweise den geplanten Börsengang des Onlinekontaktnetzes openBC.

Rechtsanwalt Sebastian Eble von der Kanzlei Preu Bohlig & Partner will im Auftrag des Unternehmers Daniel Giersch gegen OpenBC klagen. "Das Gros der Klage gegen OpenBC ist fertig und wird Ende dieser oder Anfang kommender Woche beim Landgericht Hamburg eingereicht", sagte Eble der "Financial Times Deutschland". OpenBC halte die bislang nicht bezifferten Ansprüche von Giersch für unbegründet, hieß es in dem Bericht.

Eble sagte der Zeitung, Giersch habe ein gemeinsames Projekt mit openBC per Handschlag beschlossen. "Unser Mandant hat seine Pflichten erfüllt, openBC nicht", sagte er. Die Software von openBC sei zentraler Gegenstand der Klage. Giersch behaupte, mit openBC in einem Vertragsverhältnis über die Konzipierung einer Premiumgruppe für die Plattform "Xing" zu stehen, teilte openBC der "FTD" mit.

Das Unternehmen habe die nicht vertraglich fixierte Vereinbarung mit Giersch aber schon im Juni 2006 vorsorglich gekündigt. Im Umfeld von openBC hieß es, Daniel Giersch habe eine "Xing"-Gruppe für Prominente in Monaco aufbauen sollen. Giersch habe zur Abwendung eines Rechtsstreits zunächst eine Abfindungszahlung in Höhe eines mittleren fünfstelligen Euro-Betrags gefordert, sehe diese Summe nun aber als zu niedrig an, teilte das Unternehmen weiter mit. (tc)