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GfK: Der deutsche B2C-E-Commerce schwächelt

14.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einer aktuellen Studie von GfK Panel Services Consumer Research zufolge werden deutsche Privathaushalte in diesem Jahr voraussichtlich für 4,7 Milliarden Euro im Internet einkaufen (Dienstleistungen wie Homebanking nicht eingerechnet). Das sei zwar deutlich mehr als die 4,3 Milliarden Euro im Vorjahr, allerdings sei die Zahl der Internet-Nutzer im selben Zeitraum relativ stärker gewachsen. Die Erhebung basiert laut GfK auf Daten zu den ersten acht Monaten 2002 sowie Zeitreihen der Vorjahre.

Besonders beliebt bei den Onlineshoppern sind nach wie vor Medienprodukte (Bücher, Tonträger, Videos) und so genannte technische Gebrauchsgüter wie Computer und Telekommunikationsprodukte. Letztere werden laut GfK zunehmend auch gebraucht in Online-Auktionen erworben.

Die Kaufhäufigkeit sowie das durchschnittliche Transaktionsvolumen blieben der Studie zufolge im ersten Halbjahr 2002 über alle Produktgruppen hinweg stabil. Umsatzwachstum resultiere daher vornehmlich aus dem Anstieg der Käuferzahl. Allerdings nehme die Zahl der Internet-Neuanschlüsse in privaten Haushalten aktuell nur noch langsam zu. Künftiges Wachstum hänge deswegen vor allem davon ab, ob die Verbraucher ihre Online-Käufe ausweiteten, schreibt die GfK. Die Frage sei hier unter anderem, ob es den Web-Händlern gelinge, durch neue Leistungen und attraktivere Sortimente die Kauffrequenz und den durchschnittlich bezahlten Betrag zu steigern. (tc)