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GFI bläst Thales-Übernahme ab

11.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine geplante Großfusion im IT-Servicebereich findet nicht statt: Die französische GFI Informatique muss ihre geplante Übernahme des Konkurrenten Thales Information Systems für 340 Millionen Euro absagen, weil sie keine Banken auftun konnte, die willens waren, den Deal zu finanzieren. Durch die Fusion wäre ein mächtige Anbieter mit knapp 12.500 Mitarbeitern und über einer Milliarde Euro Jahresumsatz entstanden.

Das für die Finanzierung gewonnen Bankenkonsortium bekam kalte Füße, nachdem der Börsenwert von GFI in den zwei Monaten nach der Ankündigung der Thales-IS-Übernahme von 550 auf nur noch 200 Millionen Euro gesackt war. GFI muss sich nun wieder verstärkt mit Rivalen wie Groupe Steria und Atos-Origin herumschlagen, die sich in den letzten zwölf Monaten beide erfolgreich durch Zukäufe verstärkt hatten. GFIs CEO und President Jaques Tordjman schloss nicht aus, dass sich sein Unternehmen im Falle einer Verbesserung der Marktsituation erneut um Thales bemühen werde. (tc)