Schriftart wechseln spart Druckkosten

Geschäftsbriefe nur noch in Century Gothic?

22.07.2010
Von Christa Manta
Zu den versteckten Kosten in Unternehmen gehören die Druckkosten. Besonders gut scheinen sie sich laut einer Untersuchung von printer.com hinter der Schriftart versteckt zu haben. Das Vergleichsportal will herausgefunden haben, dass das Drucken in Arial 31 Prozent teuerer ist als zum Beispiel in Century Gothic.

Dass papierlose Büro wurde nicht zuletzt aus Kostengründen heraufbeschworen. Realisiert ist es bis heute nicht. Studien zufolge steigen Papierverbrauch und Druckkosten eher, als dass sie abnehmen. Eine unkonventionelle Methode, um Tinte und Toner zu sparen, will jetzt der niederländische Vergleichsdienst printer.com entdeckt haben.

Platz 6 für Arial, Platz 3 für Times Roman

In einem Test mit einem Laser- und einem Tintenstrahldrucker hat er ermittelt, dass die Wahl der Schriftart beim Druck von Dokumenten bis zu 31 Prozent Kostenersparnis bringen kann. Am günstigsten käme man davon, wenn man alles in Century Gothic drucken würde; gegenüber der beliebten Schriftart Arial ließen sich so bis zu 31 Prozent Kosten sparen. Auf Platz zwei der günstigen Schriftarten liegt laut printer.com Ecofont, eine Schrift, die eigens entwickelt wurde, um Tinte und Toner zu sparen. Platz drei der sparsamsten Schrifttypen wird von Times Roman belegt wird - einer der bekanntesten und am meisten verwendeten Schriftarten weltweit.

Einsparpotenzial für Privatnutzer und Unternehmen

printer.com geht davon aus, dass ein Privatnutzer circa 25 Seiten in der Woche druckt, User in Büros circa 250 Seiten ausgeben.
printer.com geht davon aus, dass ein Privatnutzer circa 25 Seiten in der Woche druckt, User in Büros circa 250 Seiten ausgeben.

Laut den Berechnungen von printer.com kann ein User, der durchschnittlich 25 Seiten in der Woche druckt, mit der Wahl einer günstigeren Schriftart rund 20 Dollar im Jahr sparen. Für User, die in Unternehmen rund 250 Seiten in der Woche an den Printer schicken, würde sich das Einsparpotenzial sogar auf 80 Dollar im Jahr summieren. So könnten Unternehmen, die ihre Mitarbeiter auf das Erstellen von Dokumenten mit sparsamen Schriftarten trimmen, insgesamt mehrere hundert Euro im Jahr zurücklegen.

Für den Test hat printer.com zehn beliebte Schriftarten in der Größe von 10 oder 11 Punkten verglichen. Die ausgedruckten Dokumente wurden wieder eingescannt und im Anschluss mit der Spezial-Software Apfill auf ihre Abdeckung hin untersucht.