Geschäft mit Switches ist umkämpft

11.04.1997

FRAMINGHAM (IDG) - Der Wettbewerb im Marktsegment der 10/100-Mbit/s-Ethernet-Switches wird härter. Immer mehr Hersteller wollen sich in diesem lukrativen Markt ein Stückchen vom Kuchen sichern.

Analysten der Yankee Group gehen davon aus, daß im Ethernet-Switching-Markt demnächst ein gnadenloser Verdrängungswettbewerb toben wird. Da die Anwender nicht, wie von den Herstellern propagiert, die Switches dazu verwenden, um Desktops an Fast Ethernet anzuschließen, sondern die Geräte hauptsächlich im Backbone einsetzen, sehen sich die Hersteller mit einem verstärkten Konkurrenzdruck konfrontiert.

Als Grund hierfür haben die Marktforscher die Scheu der Anwender ausgemacht, die Netzadapter in den Desktop-Rechnern zu wechseln. Dies müßten sie aber tun, um 100 Mbit/s bis zum Arbeitsplatz zu transportieren. Hinderungsgrund ist dabei nicht der Preis für schnelle Netzkarten - sie liegen derzeit zwischen 80 und 130 Dollar -, sondern der mit dem Austausch verbundene Arbeitsaufwand. Deshalb ist nach Schätzungen der Yankee Group das Durchschnittsunternehmen nur alle drei Jahre bereit, die Netzadapter durch leistungsfähigere Modelle zu ersetzen.