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Gericom bricht deutlich ein

03.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der österreichische Notebook-Hersteller Gericom AG ist im Geschäftsjahr 2003 tief in die roten Zahlen gerutscht. Nach vorläufigen Berechnungen verbuchte das Linzer Unternehmen einen Verlust von rund 21 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit). 2002 hatte Gericom noch ein Ebit-Plus von 23,9 Millionen Euro geschrieben. Insbesondere wegen des enttäuschenden Weihnachtsgeschäfts in Deutschland schrumpfte der Umsatz im Jahresvergleich von 544,1 Millionen auf zirka 445 Millionen Euro - deutlich weniger als die zuletzt prognostizierten 460 bis 490 Millionen Euro. Daneben belasteten hohe Verluste im Währungssicherungsgeschäft und die notwendige Abwertung der in Dollar bewerteten Lagerbestände zum Jahresende das Ergebnis.

Das Management ist nach wie vor davon überzeugt, im laufenden Jahr 2004 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. Gericom-Chef Hermann Oberlehner kündigte an, bis zum Erreichen des Breakeven werde er auf eigenen Wunsch und ab sofort auf die Auszahlung seiner Vorstandsbezüge verzichten. Einen detaillierten Ausblick für 2004 will das Unternehmen zusammen mit den endgültigen Jahresergebnissen am 25. März veröffentlichen.

Wegen der Bekanntgabe der vorläufigen Geschäftszahlen wurde die Gericom-Aktie am heutigen Mittwoch-Nachmittag für eine Stunde vom Handel ausgesetzt. Danach fiel der Kurs um mehr als 17 Prozent, erholte sich aber wieder etwa. Um 17 Uhr war das Papier nur mehr 5,68 Euro wert, mehr als zehn Prozent weniger als am Vorabend. (mb)