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George Shaheen schmeißt als Webvan-Chef hin

17.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im September 1999 machte George Shaheen (57) Schlagzeilen mit seinem Wechsel von der Andersen-Consulting-Spitze zum Internet-Bringdienst Webvan. Bei Andersen (heute Accenture) war Shaheen Herr über 65.000 Mitarbeiter und verdiente zwischen 3,5 und fünf Millionen Dollar im Jahr - und dann rief eine neue Herausforderung aus der New Economy. Für diese brachte der Topmanager allerdings - trotz aller Andersen-Expertise - nicht das nötige operative Know-how mit: Er legte sein CEO-Amt (Chief Executive Officer) am vergangenen Freitag nieder. "Das Unternehmen braucht nun einen anderen Chef als ich es bin, deswegen verlasse ich die Company", so das bittere Fazit Shaheens, der laut Webvan-Sprecher Bud Grebey keine Pläne für einen Wechsel zu einem anderen Unternehmen hat.

Die Leitung der Company übernimmt vorerst COO (Chief Operating Officer) Robert Swan. Der hat nach Aussagen von Insidern das Unternehmen ohnehin seit einiger Zeit de facto geführt - Shaheens Abgang sei "eher eine Frage des Wann denn des Warum" gewesen. Einen würdigen Nachfolger zu finden ist aus Sicht von Analysten keine leichte Sache. "Es ist nicht absehbar, wer das Schiff zu diesem Zeitpunkt richtig steuern könnte", klagt Lauren Cooks Levitan von Banc Robertson Stephens.