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Gemplus warnt vor höherem Quartalsverlust

03.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische Smartcard-Hersteller Gemplus International SA hat am Freitag einen unerwartet hohen Quartalsverlust angekündigt. Der operative Fehlbetrag für das vierte Quartal 2002 soll demnach 16,6 Millionen Euro betragen im Vergleich zu 6,5 Millionen Euro im Vorquartal und einer Consensus-Erwartung von 5,9 Millionen Euro. Auch die Einnahmen für das letzte Vierteljahr werden nach Schätzung des Herstellers mit 195,5 Millionen Euro unter der Erwartung von 215,7 Millionen Euro liegen. Als Gründe für das unerwartet schlechte Abschneiden führte der weltgrößte Smartcard-Produzent Preisdruck und schwache Nachfrage bei Finanzdienstleistern und im Security-Sektor an.

Für das Gesamtjahr 2002 erwarten die Franzosen 787,4 Millionen Euro Umsatz (2001: 1,02 Milliarden Euro) und einen operativen Verlust von 94,7 Millionen Euro nach 125,2 Millionen Euro im Vorjahr. Im Dezember hatte Gemplus, dass sich im vergangenen Jahr mit einem Aktionärsstreit und einem Management-Umbau plagte, die Entlassung von 18 Prozent seiner Belegschaft angekündigt. Christophe Rouviere von BNP Paribas bewertet die Gemplus-Aktie aufgrund des großen Marktpotenzials für Smart Identity Cards weiterhin mit "outperform" und erwartet für das dritte Quartal 2003 den EBITDA-Breakeven (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). (tc)