Gemeinsame Entwicklung angekuendigt Proteon und Big Blue liefern Router fuer Data Link Switching

27.10.1995

KELKHEIM (pi) - Die Proteon GmbH, Kelkheim, und die Hardware- Division von IBM haben ihre Partnerschaft bekraeftigt. Die Unternehmen wollen weiterhin gemeinsam Produkte fuer das "Remote Site Internetworking" entwickeln und sich bei der Implementierung an der derzeitigen Spezifikation von Data Link Switching (DLSw) orientieren.

Die Hersteller verstehen das Vorhaben als Beweis ihrer Absicht, Kunden mit SNA- und TCP/IP-Installationen weiterhin Multiprotokoll-Loesungen anzubieten. Der Industriestandard DLSw wird verwendet, um den SNA- und Netbios-Datenverkehr bei Weitverkehrsanbindungen mit Hilfe des TCP/ IP-Verfahrens zu uebermitteln.

Proteon und IBM werden die DLSw-Version 1.0 (auch als RFC 1795 bekannt) mit den jeweiligen Routing-Software-Produkten ausliefern, die fuer die Anbindung entfernter Niederlassungen sorgen. Auch weitere Router-Produkte der Partner sollen RFC entsprechen.

Die Implementation von DLSw gliedert sich in vier Schluesselbereiche. Das Merkmal "Funktionsaustausch" erkennt spezielle Parameter der kommunizierenden Partner und fuehrt anhand dieser Eckdaten bestimmte Aktionen durch. Dadurch soll die Interoperabilitaet zwischen den verschiedenen Implementationen der Hersteller verbessert werden.

Die "Datenflusskontrolle" soll die Verbindung zwischen Routern beobachten und die Systemleistung konstant halten, selbst wenn unterschiedliche Verkehrsbelastungen vorliegen. Ausserdem enthaelt DLSw die Methode "Verbindungs-Setup", die die Topologie des Kommunikationsweges registriert, indem sie waehrend des Aufbaus eines DLSw-Schaltkreises Informationen sammelt, um das Setup zu vereinfachen. Schliesslich richtet die "Schaltkreis-Priorisierung" waehrend der Konfigurationsphase Prioritaetsstufen fuer den Schaltkreis ein, damit dringende Daten bei hoher Netzauslastung bevorzugt uebertragen werden.