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Geico und Google vergleichen sich

08.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Klage des US-amerikanischen Versicherungskonzerns Geico gegen die Suchmaschinenfirma Google wegen Verletzung von Handelsmarken ist vom Tisch. Sie sei "zur beiderseitigen Zufriedenheit beider Parteien beigelegt worden", teilte Geico mit, viertgrößter Autoversicherer der USA und Teil des Berkshire-Hathaway-Firmenimperiums von Finanzmogul Warren Buffett.

Geico hatte Google verklagt, weil dieses von Geico-Wettbewerbern bezahlte Textanzeigen einblendete, wenn Internet-Nutzer nach dem Begriff "Geico" suchten. Im vergangenen Jahr entschied ein Bezirksgericht in der Angelegenheit zunächst, es gebe keine hinreichenden Beweise, um Google an seinem Keyword-Advertising zu hindern, mit dem das Unternehmen den größten Teil seiner Einnahmen erzielt. Auch Yahoo nutzt eine ähnliche Technik und macht damit rund die Hälfte seines Werbeumsatzes.

Über die Details des jetzt erzielten Vergleichs wurde laut Geico Stillschweigen vereinbart, eine weitere Stellungnahme soll es nicht geben. Man darf wohl davon ausgehen, dass sich Google aus der Klage herausgekauft hat - zu welchem Preis, könnte aus einer der nächsten Bilanz-Pflichtveröffentlichungen bei der US-Börsenaufsicht hervorgehen. (tc)