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Gedys verfehlt Umsatzziel deutlich

18.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Braunschweiger Softwareschmiede Gedys Internet Products AG wird im Geschäftsjahr 2000 einen Umsatz von lediglich 10,5 Millionen Euro erwirtschaften. Ursprünglich hatte der Groupware-Spezialist Einnahmen von 16,5 Millionen Euro anvisiert. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) werde bei minus 11,5 Millionen Euro liegen. Grund für die korrigierte Prognose sei das schwache Geschäft im laufenden vierten Quartal. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Gedys noch 40 Prozent des Jahresumsatzes erzielt. Unter der diesjährigen Flaute leide besonders der Groupware-Bereich des Unternehmens; der Sektor E-Business-Lösungen verzeichne dagegen steigende Nachfrage bei Großkunden, hieß es.

Bereits Anfang Dezember hatte Gedys angekündigt, 70 von 292 Mitarbeitern zu entlassen und seine Standorte Dresden und Aachen zu schließen. Von diesen Maßnahmen erhofft sich die Company, Kosten von über vier Millionen Euro im Jahr einzusparen (Computerwoche online berichtete). Trotz allem will das unter Druck geratene Unternehmen im kommenden Jahr seinen Breakeven erreichen.

Damit korrigiert nach der Paderborner Softwareschmiede Teamwork bereits der zweite deutsche Groupware-Experte seine Umsatzprognosen nach unten. Die Anleger reagierten verstimmt auf die Nachrichten: Die Gedys-Aktie verlor im morgendlichen Handel am heutigen Montag um 25 Prozent auf 2,85 Euro.