Gedungene SAA-Claqueure

05.01.1990

IBM kann mit IBM - irgendwann einmal. Dann sollen, so das drei Jahre alte SAA-Versprechen des Mainframe-Marktführers, die heterogenen Systeminseln zu einer funktionierenden Einheit verbunden werden. Zwar klagen vereinzelte Claqueure inzwischen über wunde Hände, bejubeln aber dennoch jede himmelblaue Ankündigung, die ein Näherrücken des Tages X verspricht. Skepsis ist allerdings angebracht. So halten nicht wenige wie die Gartner Group und CAs Sanjay Kumar das SAA-Konzept für einen Marketing-Trick, um abspenstige Kunden auf die IBM-Hardware zurückzuholen. Kuma: "IBM wird seine Meinung zu SAA ändern; dort orientiert man sich an der Hardware "

1989 war desungeachtet ein Unix-Jahr. Immer mehr Anwender sind inzwischen dabei, aus ihren Herstellerabhängigkeiten auszubrechen. Nur noch eingefleischte IBM-Kunden scheinen von jeglichen Zweifeln unbelastet. Wird ihnen doch von den SAA-Vorbetern (VBs) - vermutlich aus erzieherischen Gründen - das Four-Letter-Word Unix vorenthalten. Aber wie lange noch wird der in langen Jahren gewachsene IBM-Einfluß reichen, um den Ruf der offenen Systemwelten durch bezahlten Beifall übertönen zu können? gfh