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Gateway senkt Erwartungen drastisch

01.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der PC-Direktverkäufer Gateway hat seine Prognose für das laufende erste Fiskalquartal deutlich gesenkt: Das US-Unternehmen rechnet lediglich mit einem ausgeglichenen operativen Ergebnis, während Analysten einen Profit von 17 Cent je Aktie erwartet hatten. Zudem sollen die verkauften Stückzahlen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum leicht rückläufig sein. Gateway geht in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres zudem von außergewöhnlichen Kosten in Höhe von 150 bis 275 Millionen Dollar für Restrukturierungen aus, die die bereits im Januar angekündigten 3000 Stellenkürzungen beinhalten (Computerwoche online berichtete).

Im Rahmen der Neuausrichtung will Gateway-Mitbegründer Ted Waitt, der nach den enttäuschenden Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2000 Jeffrey Weitzen als Chief Executive Officer ablöste, einige Lager schließen und sich eventuell aus einigen internationale Märkten zurückziehen. Die Company plant, in der zweiten Jahreshälfte in die Gewinnzone zurückzukehren.

Gateway revidierte ferner sein Ergebnis für das Fiskaljahr 2000. Eine neue Bilanzierungsmethode und zusätzliche Abschreibungen im vierten Geschäftsquartal 2000 für Beteiligungen an anderen IT-Unternehmen hatten die Korrektur nötig gemacht. Das Nettoergebnis für das gesamte Jahr reduziert sich nun um 74,5 Millionen Dollar oder 22 Cent je Aktie. Gateway meldete bei einem Jahresumsatz von 9,6 Milliarden Dollar einen Nettoprofit von 241,5 Millionen Dollar. Das entspricht einem Gewinnrückgang von 45 Prozent gegenüber 1999. Das operative Ergebnis büßte mit 511,3 Millionen Dollar 19 Prozent im Vorjahresvergleich ein.