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Gateway kann Verlust eindämmen

29.10.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Computerbauer Gateway machte im dritten Quartal 2004 deutliche Fortschritte in Richtung Turnaround. Das Unternehmen aus Irvine, Kalifonien verbuchte im Berichtszeitraum zwar einen weiteren Nettoverlust. Mit 59 Millionen Dollar fiel der Fehlbetrag aber deutlich niedriger als die 139 Millionen Dollar im Vorjahresquartal sowie die 333 Millionen Dollar im vorangegangenen zweiten Quartal. Bereinigt um Sonderkosten für die Restrukturierung, den Konzernumbau und für die Integration von eMachines erzielte Gateway sogar einen Gewinn von vier Millionen Dollar.

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 3,6 Prozent auf 915,1 Millionen Dollar. Nach eigenen Angaben verkauften die Kalifornier in dem saisonalbedingt starken Quartal 931.000 PCs. Das entspricht einem Zuwachs von 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich Unterhaltungselektronik ging der Absatz dagegen um 23 Prozent zurück, was Gateway mit der Schließung seiner Ladenkette im April begründete.

Im laufenden vierten Quartal rechnet die Company mit Einnahmen zwischen 975 Millionen und 1,03 Milliarden Dollar. Unter dem Strich erwartet Gateway ein ausgeglichenes oder mit einem Cent je Aktie leicht positives Nettoergebnis.

Um nach hohen Verlusten wieder auf Erfolgskurs zu kommen, hatte Gateway Anfang des Jahres den Wettbewerber eMachines übernommen und dessen CEO Wayne Inouye zum neuen Firmenchef ernannt. Inouyes Aufgabe ist es, den bereits bei seinem früheren Unternehmen angewendeten spartanischen Ansatz auf Gateway zu übertragen und die Overhead-Kosten drastisch zu senken. Seit Amtsübernahme hat Inouye dazu bereits die restlichen 188 Gateway-Niederlassungen in den USA geschlossen und Fokus wieder von Plasma-Fernsehern und Consumer Electronics auf ganz auf das Kerngeschäft PCs gelenkt.

Um die Herstellungskosten für einen PC um sieben Prozent zu senken, hat Gateway im vergangenen Quartal außerdem die Zahl der Zulieferer reduziert und - ähnlich wie die Konkurrenz - einen größeren Teil der Produktion Auftragsfertigern übertragen. (mb)