Gates verliert Prozeß gegen freie Mitarbeiter

22.08.1997

SAN FRANZISKO (CW) - Um Geld zu sparen, beschäftigt Microsoft in den USA sogenannte Vertragsmitarbeiter, die - zumindest theoretisch - nur zeitlich begrenzt beschäftigt werden und keinen Anspruch auf diverse Sozialleistungen haben. Einige dieser Freiberufler, die seit Jahren in Redmond arbeiten und keine anderen Tätigkeiten verrichten als festangestellte Kollegen, haben jetzt mit Erfolg gegen Microsofts Personalpolitik geklagt.

Die Vertragsbeschäftigten erhoben Anspruch auf Pensionszahlungen sowie auf das Recht, Microsoft-Aktien zu ähnlich günstigen Bedingungen zu beziehen wie festangestellte Mitarbeiter. Das Gericht stimmte ihnen zu - ein Urteil, das die Softwerker laut "Wall Street Journal" viele Millionen Dollar kosten könnte. Außerdem dürfte es generell Einfluß auf die Beschäftigungsverhältnisse in den USA nehmen, wo die lockeren Beschäftigungsverhältnisse auf Vertragsbasis seit längerem in der Kritik stehen.