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Gates bekämpft Krankheiten nach Microsoft-Art

17.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit viel Geld und klugen Köpfen will der Microsoft-Gründer Bill Gates Bedrohungen wie Tuberkulose, Aids oder Malaria den Garaus bereiten. Es bestehe ein tragisches Missverhältnis zwischen dem Gesundheitszustand der Menschen in Industrienationen und dem Rest der Welt, erklärte Gates auf der Jahrestagung der Weltgesundheitsbehörde WHO in Genf. Würde die ganze Welt zusammenarbeiten, könnte dieses Ungleichgewicht drastisch reduziert werden. Der Multimilliardär kündigte in diesem Zusammenhang an, dass die Bill & Melinda Gates Foundation ihr finanzielles Engagement in diesem Bereich um 250 Millionen auf 450 Millionen Dollar aufstockt. Das Geld fließt in das 2003 von der Gates-Stiftung aufgelegte Programm "Grand Challenges in Global Health", aus dem in diesem Jahr erstmals Mittel für Forschungsprojekte ausgegeben werden.

Mit dem Programm will Gates erreichen, dass "die weltbesten Wissenschaftler den Kampf mit den schlimmsten Krankheiten der Welt aufnehmen". Die Idee, sehr fähige Menschen anzustellen, ihnen äußerst optimistische Ziele vorzugeben, Partner zu suchen und an die Technik zu glauben - etwas Ähnliches sei auch seine Arbeit bei Microsoft, sagte der 49-Jährige in einem Interview. Sicher gebe es Unterschiede, räumte der Microsoft-Gründer und -Chairman ein. Eine Reihe von Bausteinen, die zusammengefügt werden müssen, seien jedoch identisch: "Es geht darum, Dinge zu schaffen, die extrem wenig kosten dürfen, aber Millionen und Abermillionen Menschen nutzen können." (mb)