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Gartner stutzt B2B-Prognosen

14.03.2001
Die Auguren von Gartner haben ihre optimistischen Prognosen zu B2B-Transaktionen angesichts der aktuellen Wirtschaftslage deutlich nach unten korrigiert.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gartner hat neue Schätzungen zu den weltweiten elektronischen Transaktionen zwischen Unternehmen veröffentlicht. Diese liegen zum Teil deutlich unter den optimistischeren Prognosen aus dem vergangenen Jahr.

Für das vergangene Jahr ermittelten die Auguren ein B2B-Umsatzvolumen (Business-to-Business) von 433 Milliarden Dollar. Das sind 189 Prozent mehr als im Vorjahr und 30 Milliarden mehr als ursprünglich erwartet. Für dieses Jahr hat Gartner seine Prognose allerdings bereits von 953 auf 919 Milliarden Dollar zurückgenommen, ein Minus von acht Prozent. "Wir müssen einige Veränderungen berücksichtigen", erklärte Gartner-Analystin Lauren Shu, "vor allem den Übergang zu elektronischen Marktplätzen und die Konjunkturflaute."

Diese Vorsicht setzt sich in den Prognosen für die kommenden Jahre fort. Für 2002 senkte Gartner die Erwartungen von 2,1 auf 1,9 Billionen Dollar; für das Jahr 2003 werden statt der früher prophezeiten 3,9 noch 3,6 Billionen Dollar angesetzt. Den größten Abschlag nahmen die Experten bei ihrer Prognose für das Jahr 2004 vor, die von ursprünglich 7,3 Billionen Dollar gleich um 20 Prozent auf sechs Billionen Dollar zusammengestrichen wurde. Neu hinzu kam eine erste Schätzung für 2005, diese liegt bei 8,5 Billionen Dollar.