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Gartner-Studie: Audio-Kopierschutz nicht erwünscht

28.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit ihrem Bestreben, ihre Inhalte durch Kopierschutz vor Piraterie zu retten, dürfte sich die Musikindustrie vor allem den Zorn der Verbraucher zuziehen und ihre Umsätze schmälern, warnt Gartner G2 in einer aktuellen Studie. 72 Prozent der Teilnehmer forderten die Möglichkeit, eine CD für den persönlichen Gebrauch in einem weiteren Gerät zu kopieren; 60 Prozent möchten auch Familienmitglieder mit Kopien versorgen. Und 82 Prozent wollen zu Backup-Zwecken eine Privatkopie ziehen können. Befragt wurden im Juli dieses Jahres jeweils knapp über 1000 Teenager und Erwachsene (über 18) in den USA.

Die von der Industrie gegenwärtig genutzten Kopierschutzverfahren sind problematisch, weil sie allesamt gegen die Red-Book-Spezifikationen für Audio-CDs verstoßen. Es wird dabei üblicherweise versucht, die Audioinhalte gegenüber PCs und ihren Brennern als (defekte) Daten darzustellen. Übrigens gibt es darüber hinaus auch in Deutschland und der EU Bestrebungen, das Recht auf private Kopien zu beschränken. Hintergrundinformationen und eine diesbezügliche Petition finden sich unter www.privatkopie.net. (tc)