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Gartner: Pocket PC holt gegenüber Palm OS auf

29.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gartners Marktforschungsarm Dataquest hat Zahlen zum weltweiten PDA-Markt im dritten Quartal 2002 veröffentlicht. Dieser wuchs gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (2,61 Millionen Stück) um 0,9 Prozent auf 2,64 Millionen verkaufte Einheiten. Geräte mit Microsofts Pocket-PC-Betriebssystem machen inzwischen 30 Prozent des Marktes aus nach nur 16,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die meisten verkauften Handhelds laufen aber nach wie vor unter Palm OS, das insgesamt 48,6 Prozent des Markts vereinnahmt.

Auf Seiten der Hersteller ist und bleibt Palm mit 808.805 verkauften Einheiten (plus 7,2 Prozent im Jahresvergleich) und 30,6 Prozent Marktanteil der dominierende Anbieter. Der Zweitplatzierte HP legte zwar um 20,1 Prozent zu, kommt aber mit 381.910 abgesetzten Geräten auf nicht einmal die Hälfte (14,4 Prozent) von Palms Market Share. Die Top Five der Hersteller komplettieren Sony (13 Prozent Marktanteil, 344.963 Einheiten, plus 280 Prozent), Toshiba (5,5 Prozent Marktanteil, 144.391 Einheiten, plus 1705 Prozent) sowie Handspring (3,8 Prozent Marktanteil, 100.100 Einheiten, minus 71,7 Prozent). Die restlichen 32,7 Prozent des Marktes teilen sich die übrigen Anbieter, die zusammen 863,513 Geräte loswurden (minus 21 Prozent).

In den USA ist der Markt derzeit klarer verteilt: Allein 39,4 Prozent aller verkauften Handhelds stammten dort von Palm, und Lizenznehmer Sony schob sich mit enormem Wachstum und knapp 19 Prozent Marktanteil auf Platz zwei. Insgesamt kam die Palm-OS-Fraktion auf etwa 65 Prozent Market Share. HP erreichte in den Vereinigten Staaten, wo etwas weniger als die Hälfte der weltweiten Geräte ihre Abnehmer findet, mit 15 Prozent Marktanteil Platz drei. (tc)