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Gartner: Linux bereinigt die Unix-Szene

30.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Marktforschungsunternehmen Gartner prognostiziert, Linux werde einen „signifikanten“ Marktanteil bei den Server-Betriebssystemen erlangen, allerdings erst in vier Jahren. „2006 werden wir die ersten mittelgroßen und unternehmensweiten Linux-Installationen sehen“, sagt Gartner-Analyst Matthew Boon. Bisher habe sich vor allem die Stimmung zugunsten des Open-Source-Betriebssystems verbessert, so Boon. Vor zwei Jahren habe Gartner bei einer Anwenderbefragung festgestellt, dass nur sehr wenige IT-Profis Linux zutrauten, die Fähigkeiten anderer verbreiteter Betriebssysteme zu bekommen. Jetzt habe eine neue Umfrage ergeben, dass 40 Prozent der Meinung seien, Linux besitze diese Eigenschaften schon.

Der Effekt der Verbreitung von Linux wird laut Boon darin bestehen, dass es das Ende der vielen Unix-Derivate einläutet. Nur AIX von IBM, Solaris von Sun und HP-UX würden überdauern. „Aber Linux wird Unix insgesamt nicht viele Marktanteile wegnehmen.“ Vielmehr werde es den Durchmarsch von Windows-Systemen in weniger anspruchsvollen Umgebungen behindern. Boon: „Windows wird zulegen, aber nicht so stark wie es ohne Linux der Fall gewesen wäre.“ Eins jedoch könne die Verbreitung von Linux noch einmal bremsen: .Net. (ls)