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Gartner: Keine bahnbrechenden IT-Innovationen bis 2005

08.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Lauf der kommenden drei Jahre sind keine wegweisenden Neuerungen auf dem IT-Sektor zu erwarten. Zu diesem Schluss kam das Marktforschungsinstitut Gartner in einer aktuellen, auf seinem Frühjahrssymposium "Itxpo" in Florenz veröffentlichten Studie. Zudem werden nach Einschätzung der Analysten bis Ende 2003 rund 70 Prozent aller technisch erfolgreichen IT-Projekte in Europa nicht zum anvisierten Return on Investment (ROI) innerhalb der ersten zwölf Monate führen. Auch der gegenwärtige Hype um Web-Services soll - zumindest bis zum Jahr 2004 - keinen Anlass zu gesteigertem Enthusiasmus geben. Bis der damit verbundene, potenzielle Nutzen ersichtlich werde, habe sich die Software-Industrie noch großen Herausforderungen zu stellen, so die Analysten.

Finster sieht es in Sachen IT-Budgets aus: Nach den jüngsten Gartner-Ermittlungen hat die Investitionsbereitschaft in Europa mittlerweile einen Tiefpunkt erreicht - allerdings trifft es nicht alle Regionen gleich hart. Auf ein weiteres, noch schwierigeres Jahr darf sich etwa Großbritannien gefasst machen: Einzig auf der Insel übersteigt die Zahl der Unternehmen, die den Gürtel 2002 noch enger schnallen wollen, die der Firmen, die ihre IT-Budgets im laufenden Jahr anheben werden. In den übrigen Ländern, die im Zuge der Gartner-Umfrage unter die Lupe genommen wurden, - allen voran Italien - soll sich die Kauflust hingegen wieder regen.

In einer "Phase der Ernüchterung" befindet sich derzeit laut Gartner-Diagnose auch der Mobile- und Wireless-Bereich. In den nächsten zwei Jahren soll sich die Branche allerdings wieder erholen. (kf)