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Gartner: Euro-Umstellung verursacht Datenmüll

08.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Beratungsunternehmen Gartner hat die europäischen Unternehmen auf versteckte Gefahren im Zuge der Euroumstellung hingewiesen. Nicht ordnungsgemäß konvertierte Währungsbeträge könnten sich unbehelligt als Euro-Zahlen in die Computersysteme geschmuggelt haben und damit zu fehlerhaften Datenbeständen führen. "Eine falsche Zahl kann sich unbemerkt über mehrere Systeme verbreiten, ganz ähnlich wie ein Virus", mahnt Andrea di Maio, Euro-Spezialist bei Gartner. Er rechne damit, dass jedes fünfte Unternehmen in den kommenden 18 Monaten ernsthafte Probleme mit derartigem Datenmüll bekommen werde. "Wir raten den Unternehmen, in den ersten Monaten 2002 besonders wachsam zu sein - Business as usual wäre der falsche Weg."

Am geringsten sei die Gefahr in Ländern, wie in Italien, in denen ein hoher Umrechnungsfaktor (1 Euro sind 1936,27 Lira) eine Plausibilitätskontrolle ermögliche. Ganz anders sehe es dagegen in Ländern wie Deutschland oder den Niederlanden aus: Dort könnten noch Jahre nach dem Währungswechsel Fälle von Datenverschmutzung auftreten.