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Gartner erwartet 2006 weniger Umsatz im PC-Markt

15.09.2006
Gartner schätzt aktuell, dass in diesem Jahr ingesamt 233,7 Millionen neue PCs verkauft werden. Das wären 10,5 Prozent Wachstum nach Stückzahlen gegenüber 2005.

Allerdings sollen aufgrund des Preisverfalls die Umsätze bei 198,3 Milliarden Dollar landen, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 2,5 Prozent bedeuten würde.

„Das Stückzahlenwachstum bleibt in den kommenden Quartalen preisgetrieben, weil die Austausch-Aktivität nachlässt und der Kampf zwischen Intel und AMD eskaliert“, schätzt Gartner-Analyst Geirge Schiffer. „Ein steilerer Preisverfall wird in reifen Märkten wie den USA kurzfristig die Stückzahlen hochtreiben. Das Wachstum wird aber danach in diesen Märkten auf einen mittleren einstelligen Prozentwert sinken, weil die Replacements nachlassen und die Sättigung problematischer wird.“ Das Erscheinen von Windows Vista im kommenden Jahr könne etwas zusätzliches Wachstum bescheren, Gartner bleibe aber bezüglich der Vista-Auswirkungen skeptisch.

Der Preisverfall werde auch in Schwellenmärkten das Stückzahlenwachstum beflügeln, ergänzt Analystenkollegin Mikako Kitagawa. „Das Wachstum sollte in diesen Märkten augrund geringer Durchdringung, expandierender Volkswirtschaften und einer zunehmenden Anzahl von PC-Besitzinitiativen nachhaltiger sein“, sagt die Gartner-Frau. In den kommenden zwei Jahren erwartet sie für die Emerging Markets ein „solides zweistelliges Wachstum“.

Für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft sieht Gartner die PCs im verschärften Wettbewerb um den Geldbeutel der Konsumenten mit Consumer Electronics. Vor allem Flachbildfernseher seien aufgrund von Display-Überkapazitäten deutlich billiger geworden, ähnliches gelte für andere „Lifestyle“-Elektronik, beispielsweise aktuelle Multifunktions-Mobiltelefone. Und ohne Vista hätten es die PC-Hersteller noch schwerer, das Konsumenteninteresse an ihren Produkten ohne weitere Preissenkungen aufrechtzuerhalten. (tc)