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Gartner: 50 Prozent aller Outsourcing-Projekte erfüllen nicht die Erwartungen

26.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Marktforschungsunternehmen Gartner geht in einer aktuellen Studie davon aus, dass 50 Prozent der Outsourcing-Projekte in diesem Jahr fehlgeschlagen und nicht die Erwartungen der Kunden erfüllen. Die Analysten empfehlen den IT-Dienstleistern daher, die Kommunikation mit den Unternehmen zu verbessern und sich stärker mit deren speziellen Anliegen zu befassen. Auf dieser Basis sollte dann die für die Unternehmensstrategie geeignetste Beziehung mit dem Kunden ausgewählt werden, so Linda Cohen, Managing Vice President bei Gartner. Außerdem empfiehlt Cohen in der Studie, dass sich Kunde und Dienstleister regelmäßig treffen sollten, um den Verlauf des Abkommens zu überprüfen. Ohne diese Treffen sei es schwer, Korrekturen zeitnah einzuleiten, erklärte die Analystin.

Gartner schätzt, dass aktuell weniger als 30 Prozent der Unternehmen feste Pläne für das Management von Langzeitverträgen mit einem Outsourcing-Dienstleister haben. Veränderungen im wirtschaftlichen und technischen Bereich würden jedoch künftig eine Erneuerung und Anpassung der Verträge notwendig machen. Entsprechend wichtig sei es, so Cohen, auch bei Outsourcing-Abkommen mit langer Laufzeit flexibel zu bleiben.

Mit der wachsender Abhängigkeit vorzubeugen könnten Unternehmen anstatt einem großen externen Dienstleister auch mehrere kleine Service-Provider beauftragen. Nach Ansicht der Analysten von Gartner weisen beide Ansätze Vorteile auf, sie gehen jedoch davon aus, dass bis 2004 die Aufteilung der Aufgaben auf mehrere Dienstleister die dominierende Outsourcing-Strategie sein wird. 40 Prozent der größeren Unternehmen arbeiten dabei jedoch mit einem primären Diensteanbieter, um das Outsourcing-Chaos in den Griff zu bekommen. (mb)