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Fusion von Telia und Sonera geht in die letzte Runde

19.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die skandinavischen Carrier Telia und Sonera haben die letzte Hürde vor dem geplanten Zusammenschluss genommen. Wie die schwedische Telia bekannt gab, haben nun 94,8 Prozent der Sonera-Aktionäre das Angebot akzeptiert, ihre Anteilscheine im Verhältnis 1: 1,5144 gegen Telia-Aktien einzutauschen. Die Frist war eigentlich bereits am 8. November abgelaufen. Da zu diesem Zeitpunkt aber nur 88 Prozent der Sonera-Aktionäre zu einem Tausch bereit waren, sah sich Telia gezwungen, das Angebot zu verlängern. Nachdem nun die erforderliche 90-Prozent-Quote überschritten wurde, können die restlichen Anleger per Barabfindung aus dem Unternehmen gedrängt werden. Die schwedische Regierung ist der größte Aktionär von Telia mit einer Beteiligung von rund 70 Prozent, während die finnische Regierung 53 Prozent an dem ehemaligen

Staatsmonopolisten hielt.

Um nun noch die Zustimmungsbedingungen der EU-Kommission für die Fusion zu erfüllen, muss Telia sein finnisches Mobifunkgeschäft abstoßen. Unternehmen wie Hutchison Whampoa oder Elisa Communication hätten bereits Interesse angemeldet, hieß es. Bei dem Zusammenschluss soll eine neue Gesellschaft mit Sitz in Stockholm, 34.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von neun Milliarden Euro entstehen. Zusammen zählen die Fusionspartner rund acht Millionen Mobilfunkkunden sowie 7,6 Millionen Festnetzanschlüsse. (mb)